Klassisches Grillen mit allerhand Neuerungen

Schmet­ter­lings­steak mit Lin­sen­sa­lat. Mehr braucht man(n) nicht. Meis­tens ver­zich­te ich auf Ketch­up und der­glei­chen. Es schmeckt doch sonst alles irgend­wie gleich.

Ges­tern war mal wie­der Gril­len ange­sagt. Es wur­de sogar ein ech­ter Gril­le­vent, wenn auch unfrei­wil­lig. Der Gas­grill fiel aus, weil bei­de Gas­fla­schen leer waren – ganz so, als hät­ten sie sich abgesprochen. 

Zum Glück hat­te wir noch einen Sack Holz­koh­le da. Und der uralte Schwen­ker war auch rela­tiv schnell ent­staubt und einsatzbereit.

Auf dem Grill lan­de­ten zwei Schmet­ter­lings­steaks, zwei Nacken­steaks und zwei Hähnchenschenkel. 

Am Tag zuvor hat­te ich eine neue Gewürz­mi­schung für das Schwein her­ge­stellt – Spoi­ler; bom­bas­tisch! – und als Dry Rub ein­ge­setzt. Für das Hähn­chen habe ich am Vor­abend ein Gla­ze aus Soja­sauce, Mirin und Zucker gekocht. Mehr kam auch nicht dran. Lecker. Aber man kann das – muss aber nicht – auch noch mit Ing­wer oder Five-Spi­ce anreichern.

Bei der Mischung für die Steaks war ich sehr gespannt. Zumal ich noch nie Kaf­fee­pul­ver und/oder Kakao im Zusam­men­hang mit Fleisch ver­wen­det hat­te. Aber: Es geht nicht nur sehr gut. Ich wür­de es sogar drin­gend emp­feh­len.[1]Geht sicher auch mit Lamm oder Rind…

Die Gewürz­mi­schung ist eine ech­te Kom­po­si­ti­on, bei der eine Zutat auf die ande­re ach­tet. Da schmeckt nichts eitel vor. Grandios.

Für hei­ße Tage genau das Rich­ti­ge. Lin­sen mit fri­schen Zuta­ten und Minze.

Den­noch war der heim­li­che Star des Grill­nach­mit­tags ein gänz­lich fleisch­lo­ser Akteur, ein Salat. Ein Ara­bi­scher Lin­sen­sa­lat, um genau zu sein.

Die Lin­sen wur­den am Vor­abend ein­ge­weicht. Die rest­li­chen Zuta­ten kamen aus dem eige­nen Gar­ten oder waren ver­füg­bar. So konn­te der Salat am Grill­tag eini­ge Stun­den durchziehen.

Bei­des, der Rub wie auch der Salat, kom­men ins Archiv zur bal­di­gen Wiederholung.

Dry Rub für Steaks

Für ca. 1.2 kg Fleisch

10 g Rauch­salz (z.B. Alder­wood Smo­ked Salt)
10 g Koch­salz (Alter­na­tiv, wenn kein Rauch­salz vor­han­den, dann 20 g Koch­salz)
2 g Pfef­fer schwarz grob
5 g Zwie­bel­pul­ver oder Gra­nu­lat
0.5 g Chili­pul­ver (Obacht, kann schon zuviel sein…)
0,5 g Cur­ry
2 g gemah­le­ner Kaf­fee
1 g Kakao­pul­ver (ech­ter Kakao ohne alles!)
1 g Papri­ka edel­süß
1 g Thy­mi­an getrock­net
1 g Majo­ran getrock­net
1 g Senf­mehl
2 g Knob­lauch­pul­ver oder Gra­nu­lat
3 g Brau­ner Zucker

Quel­le: @bitkiller

Ara­bi­scher Lin­sen­sa­lat

500 g Lin­sen (einen Tag vor­her ein­wei­chen in reich­lich Was­ser und ruhig auch in die­sem Was­ser kochen – wie in Ara­bi­en. Vor­sich­ti­ge neh­men bes­ser fri­sches Koch­was­ser.)
300 g Toma­ten, gewür­felt
300 g Gur­ke, gewür­felt
200 g Papri­ka, gewür­felt
1–2 Möh­ren, fein gestif­telt
4 EL Zitro­nen­saft
Salz + Pfef­fer
Pri­se Zucker
3 EL Oli­ven­öl
1 mitt­le­re Zwie­bel, gewür­felt
3–4 Zehen Knob­lauch, gewür­felt
1 TL Kreuz­küm­mel (Cumin), gemah­len
Pri­se Chi­li
3 Stän­gel Blatt­pe­ter­si­lie, gehackt
3 Stän­gel Pfef­fer­min­ze, gehackt

Lin­sen auf­ko­chen und 10–15 min zie­hen las­sen, kalt abspü­len. Nicht län­ger, sonst wer­den sie mat­schig! Alles mit den rest­li­chen Zuta­ten ver­men­gen, durch­zie­hen las­sen – fer­tig!

Quel­le: @finisher

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1 Geht sicher auch mit Lamm oder Rind…

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