Die Illusion von Frieden schaffen mit immer mehr Waffen

Father and Son. (Foto: Micha­el Kai­ser)

Vor fast genau 20 Jah­ren: ein Vater mit sei­nem Sohn in Afgha­ni­stan. Der Vater mit sei­nem Arbeits­ge­rät. Als ich um die Ecke bog und die bei­den dort so sit­zen sah, muss­te ich das Bild ein­fach machen.[1]Die­sen Bei­trag woll­te eben jemand, den ich ken­ne, bei einem bekann­ten s*zialen N*tzwerk mit »book« im Namen tei­len. Wur­de aber zen­siert. Das glei­che gilt für die­sen hier. WTF???

Auch damals, nach den Anschlä­gen auf von El Kai­da in den USA, gab es den Ver­such, ein Ter­ror­re­gime mit Krieg zu besei­ti­gen und die Welt etwas bes­ser zu machen. Unter dem Ein­druck von 9/11 fand ich das rich­tig.

Aber wenn man heu­te auf das Land am Hin­du­kusch blickt und das Leid der Men­schen dort sieht, stellt sich die Fra­ge, ob das gelun­gen ist, ob es das Töten und Ster­ben, ob es den Preis an Geld, Mate­ri­al und vor allem Auf­ga­be des Mensch­seins wert war. Die west­li­chen Sol­da­ten sind weg, auf Order Bidens abge­hau­en wie die Strauch­die­be. Die Tali­ban sind zurück, und selbst die Hals­ab­schnei­der müs­sen sich jetzt der noch schlim­me­ren Schwei­ne­pries­ter vom IS (Daesh) erweh­ren. Es war alles umsonst.

Daher mei­ne ich, dass es auf die Fra­ge nach dem Sinn nur eine Ant­wort geben kann. Auch wenn das unbe­quem ist.

In mei­nem Her­zen hat die­ses schreck­lich-schö­ne Bild einen beson­de­ren Platz. Und selbst nach so lan­ger Zeit den­ke ich noch recht oft an die bei­den. Und man­che ande­re Begeg­nung mit die­sen groß­her­zi­gen, freund­li­chen, lie­bens­wer­ten, immer wie­der von allen Sei­ten ver­ra­te­nen Men­schen.

Ich weiß nicht, was aus den bei­den gewor­den ist, die ich im Juni 2002 in die­sem schein­bar fried­li­chen Moment ein­ge­fan­gen habe. Ob sie noch leben, ob sie gesund sind, weiß ich nicht. Aber ich bin nicht opti­mis­tisch.[2]Ich wer­de mal über alte Kon­tak­te ver­su­chen, es her­aus­zu­fin­den.

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1 Die­sen Bei­trag woll­te eben jemand, den ich ken­ne, bei einem bekann­ten s*zialen N*tzwerk mit »book« im Namen tei­len. Wur­de aber zen­siert. Das glei­che gilt für die­sen hier. WTF???
2 Ich wer­de mal über alte Kon­tak­te ver­su­chen, es her­aus­zu­fin­den.

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