Stämme und Häuptlinge

Unse­re reprä­sen­ta­ti­ve Demo­kra­tie beruht auf der poli­ti­schen Gleich­heit aller Bür­ge­rin­nen und Bür­ger – ohne Rück­sicht auf ihre sozio­kul­tu­rel­len Merk­ma­le. Das pari­tä­ti­sche Wahl­recht ver­kehrt die­sen Grund­satz ins Gegen­teil. Kon­se­quent zu Ende gedacht wür­de das einem iden­ti­täts­po­li­ti­schen Reprä­sen­ta­ti­ons­ver­ständ­nis Vor­schub leis­ten, wonach gesell­schaft­li­che Grup­pen am bes­ten nur durch ihre eige­nen Ange­hö­ri­gen ver­tre­ten wer­den: Zuge­wan­der­te durch Zuge­wan­der­te, Ost­deut­sche durch Ost­deut­sche und so wei­ter. Ein ›Stam­mes­den­ken‹, vor dem der Par­la­men­ta­ri­sche Rat gewarnt hat, wür­de unter gänz­lich ver­än­der­ten Vor­zei­chen Wirk­lich­keit.

Wolf­gang Schäub­le

Kann man mal ’ne Vier­tel­stun­de drü­ber nach­den­ken.

Ich war nie ein gro­ßer Freund von Schäub­le [1]Spen­den­af­fä­re, aber dies kann man wohl unter Alters­weis­heit ver­bu­chen.

Wor­auf sich das bezieht und war­um ich das hier zitie­re, dürf­te klar sein. Oder nicht?[2]Das ver­häng­nis­vol­le Prin­zip fin­det sich nicht nur in der Poli­tik auf allen Ebe­nen, son­dern – beson­ders schlimm – auch in den Main­stream­m­e­di­en. Wohin das führt, erle­ben wir gera­de über­aus … Mehr

Anmer­kun­gen

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1 Spen­den­af­fä­re
2 Das ver­häng­nis­vol­le Prin­zip fin­det sich nicht nur in der Poli­tik auf allen Ebe­nen, son­dern – beson­ders schlimm – auch in den Main­stream­m­e­di­en. Wohin das führt, erle­ben wir gera­de über­aus anschau­lich.

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