Verkommene Ignoranz

Kin­der zäh­len zu den häu­figs­ten Opfern von Streu­mu­ni­ti­on (© Nico­las Axel­rod / HI)

»Jeder Krieg ist letzt­lich ein Krieg gegen Kin­der«

Unicef-Exe­ku­tiv­di­rek­to­rin Cathe­ri­ne Rus­sell

Ich hat­te schon das zwei­fel­haf­te Ver­gnü­gen, mich in Gelän­de zu bewe­gen, das mit Streu­mu­ni­ti­on, Minen und ande­ren Kriegs­hin­ter­las­sen­schaf­ten ver­seucht ist. In Afgha­ni­stan zum Bei­spiel (eige­ne Fotos unten). Das zu räu­men, dau­ert zig Gene­ra­tio­nen.

Wer jetzt und hier dem der US-Lie­fe­rung von Streu­mu­ni­ti­on an die Ukrai­ne und deren Ein­satz das Wort redet, ist in mei­nen Augen nicht ganz dicht.

Streu­mu­ni­ti­on und die Fol­gen

Die ver­steck­te Gefahr

The Fields Sown With Bombs

Für die im Kriegs­mo­dus befind­li­che Bun­des­re­gie­rung scheint die Sprach­re­ge­lung aus­ge­ge­ben wor­den zu sein: »Das haben wir nicht zu kom­men­tie­ren.« Ich fin­de die­ses fei­ge Weg­du­cken des »Füh­rungs­per­so­nals« arm­se­lig und emp­fin­de es als Aus­druck völ­li­ger poli­tisch-mora­li­scher Ver­kom­men­heit.

»Die Welt wird nicht mehr die­sel­be sein, wenn die­se bes­tia­li­sche Waf­fen­art nun end­lich ver­bo­ten und ver­nich­tet wird.«

Jens Stol­ten­berg

Für man­che gilt auch: Was schert mich mein Geschwätz von ges­tern?

Stein­mei­ers Pirou­et­ten

Hun­dert Staa­ten beken­nen sich zu Streu­bom­ben-Ver­bot

Mehr als 120.000 Kin­der sind laut dem Hilfs­werk Unicef seit 2005 in bewaff­ne­ten Kon­flik­ten ver­stüm­melt oder getö­tet wor­den.

Ich den­ke: Man wird nicht nur schul­dig durch das, was man tut, son­dern auch durch das, was man zulässt.

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