Vetternwirtschaft im grünen Streckbetrieb

Wer ernst­haft über­rascht ist von den Ent­hül­lun­gen Dani­el Grä­bers vom Cice­ro zum krea­ti­ven Umgang mit der Wahr­heit im Dunst­kreis von Robert Habeck, der gehört ganz sicher zu den Nai­ven in die­sem Land. Oder zu den Cla­queu­ren und Mit­läu­fern – eine alte deut­sche Tra­di­ti­on. Was die grü­ne Cli­que da seit Jah­ren treibt, lag lan­ge klar zu Tage, und wer es sehen und hören woll­te, der brauch­te dafür nicht viel. Gele­gent­lich muss­te man bloß den Pivit lesen. Ein­fach hier mal nach »Graichen« suchen. Der ers­te Bei­trag zu dem Herrn erschien bereits am 14. Juni 2019, nach­dem er in einem DLF-Inter­view ange­him­melt wor­den war.

Robert Habeck (Grü­ne) berief zum Ener­gie­staats­se­kre­tär Patrick Graichen. Die Schwes­ter die­ses frü­he­ren grü­nen Lob­by­is­ten Graichen, Vere­na Graichen, arbei­tet bei einem Öko-Insti­tut. Die­se wie­der­um ist mit dem grü­nen Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Micha­el Kell­ner ver­hei­ra­tet, mitt­ler­wei­le par­la­men­ta­ri­scher Staats­se­kre­tär für die Grü­nen unter Habeck. Der Bru­der des Ener­gie­staats­se­kre­tärs Patrick Graichen, Jakob Graichen, arbei­tet zufäl­li­ger­wei­se im glei­chen Öko-Insti­tut wie Vere­na Graichen. Da braucht man eigent­lich kei­ne Bespre­chun­gen mehr im Minis­te­ri­um. Die Pro­ble­me könn­te man bei jeder Fami­li­en­fei­er in Ruhe bespre­chen.

Knap­pe und kor­rek­te Pro­blem­be­schrei­bung von Hans-Jür­gen Irm­er (Wetz­lar Kurier)

Wie ein Unto­ter taucht auch im neu­es­ten grü­nen Skan­dal außer Habeck und Umwelt­mi­nis­te­rin Stef­fi Lem­ke wie­der Ex-Staats­se­kre­tär Patrick Graichen in tra­gen­der Rol­le an Habecks Küchen­ka­bi­netts­tisch auf. Zwar ist der einst mäch­ti­ge Habeck-Kum­pel vori­ges Jahr nach der Trau­zeu­gen-Affä­re auf Druck der Öffent­lich­keit geschasst wor­den, aber die jah­re­lan­ge grü­ne Vet­tern­wirt­schaft wirft halt lan­ge Schat­ten. Und wie immer hat Habeck »nix gewusst«.

Nun also, so der Vor­wurf, die Mani­pu­la­ti­on fach­li­cher Aus­sa­gen auch aus dem eige­nen Minis­te­ri­um, um die Atom­kraft in Deutsch­land final zu schlach­ten.

Die­se Regie­rung kann nicht nur Gur­ken, son­dern auch Bana­nen.

Ich sage mal so: Es sind schon Minis­te­rIn­nen für weni­ger zurück­ge­tre­ten.

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