Windkraftwerke im Teuto – Das Verfahren zieht sich hin

So groß wären die Indus­trie­wind­an­la­gen auf dem Kamm des Teu­to. Die Grö­ßen­ver­hält­nis­se stim­men.

Noch immer hat der Kreis Lip­pe kei­ne Ent­schei­dung hin­sicht­lich des bean­trag­ten Baus von rie­si­gen Indus­trie­wind­an­la­gen an der Gau­se­kö­te im Teu­to­bur­ger Wald gefällt. Nach Anga­ben von Kreis­pres­se­spre­cher Stef­fen Adams hat der Pro­jekt­be­trei­ber West­fa­len­wind aus Pader­born eine wei­te­re Frist­ver­län­ge­rung bean­tragt – zunächst bis Mit­te März, nun noch ein­mal bis Mit­te Mai. Die Ver­län­ge­rung wur­de gewährt, wie ges­tern Kreis­pres­se­spre­cher Stef­fen Adams dem Kie­bitz sag­te.

Den höchst umstrit­te­nen Plä­nen zufol­ge sol­len auf dem Kamm des Teu­to­bur­ger Wal­des 13 Wind­rä­der errich­tet wer­den – bis zu 254 Meter hohe Gigan­ten. Das Unter­neh­men West­fa­len­wind aus Pader­born (Lack­mann) plant den Wind­park, und Wald­be­sit­zer Ste­phan Prinz zur Lip­pe möch­te die angeb­lich »ver­wüs­te­ten« Flä­chen in Schlan­gen, Horn-Bad Mein­berg und Det­mold zur Ver­fü­gung stel­len.

Neben zahl­rei­chen ande­ren Ein­wän­den gegen die mit dem Bau ein­her­ge­hen­de Natur- und Wald­zer­stö­rung in Nähe der »Her­manns« spre­chen die mas­si­ven Beden­ken von Bri­ten und Bun­des­wehr als Betrei­ber und Nut­zer des Trup­pen­übungs­plat­zes Sen­ne gegen die gigan­ti­schen Indus­trie­wind­an­la­gen – der Kie­bitz berich­te­te.

Wo Lack­mann wütet, sieht das dann so aus – hier in Pader­born-Dahl. (von Haxt­hau­sen)

Auch die welt­be­kann­te tou­ris­ti­sche Ein­rich­tung der Adler­war­te wäre in ihrer Exis­tenz bedroht, soll­ten die Wind­kraft­wer­ke errich­tet wer­den.

Dem Kreis Lip­pe als Geneh­mi­gungs­be­hör­de vor Ort dro­hen Kla­gen – vom Pro­jekt­be­trei­ber, aber auch von der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land -, wie auch immer er den Antrag­stel­ler am Ende auch beschei­det.

Die Bri­ten hat­ten bekannt­lich erklärt, die Wind­rä­der sei­en eine Gefahr für tief­flie­gen­de Flug­zeu­ge, die den Trup­pen­übungs­platz Sen­ne ansteu­er­ten, und die Bun­des­wehr hat­te sich die­ser Ein­schät­zung ange­schlos­sen. Kla­gen gegen die ableh­nen­de Hal­tung des Bun­des hal­ten Beob­ach­ter gera­de ange­sichts der aktu­el­len Welt­la­ge für aus­sichts­los.

1 Kommentar

  • Bin mal gespannt, ob die­se Art der Ver­län­ge­rung auch in der Sta­tis­tik für die durch­schnitt­li­che Geneh­mi­gungs­dau­er erfasst wird.
    Viel­leicht ist bei vie­len ande­ren Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren auch der Antrag­stel­ler für die Län­ge der Ver­fah­rens­dau­er ver­ant­wort­lich?
    Ich fra­ge mich, wel­che Grün­de es für die bean­trag­te Ver­län­ge­rung gibt. Muss viel­leicht der Antrag­stel­ler auf die bevor­ste­hen­de Land­tags­wahl Rück­sicht neh­men?

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