Abfall auf unseren Tellern

Belegt ein­drück­lich, war­um es eine gute Idee ist, sei­ne Wurst (weit­ge­hend) selbst zu machen. Auch fer­ti­ges Hack­fleisch kau­fe ich nicht mehr, son­dern schaue mir die Ange­bo­te beim hoch­wer­ti­gen Fleisch an und wol­fe mein Hack selbst. Man schmeckt es.

Bloß nicht genauer recherchieren

Vide­os zei­gen aber nicht nur mut­maß­li­che rus­si­sche Kriegs­ver­bre­chen, son­dern es kur­siert auch ein Video, das ukrai­ni­sche Sol­da­ten zei­gen soll, die rus­si­schen Kriegs­ge­fan­ge­nen in die Bei­ne schie­ßen. Ein Bera­ter des ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten zeig­te sich besorgt und will es unter­su­chen las­sen. Das for­dert auch die UN-Mis­­si­on. Denn die Miss­hand­lung von Gefan­ge­nen ist ein Kriegsverbrechen.Die BBC unter­such­te das […]

Windkraftwerke nicht an der falschen Stelle bauen

Grund­sätz­lich alle Bau­vor­ha­ben ver­hin­dern zu wol­len, ist Quatsch. Wir brau­chen ja die Wind­rä­der. Sie kön­nen durch­aus auch im Sin­ne des Arten­schut­zes wir­ken, weil auch der Kli­ma­wan­del selbst zum Arten­ster­ben führt. Wir müs­sen eben nur auf­pas­sen, dass sie nicht an der fal­schen Stel­le ste­hen. Kat­rin Böh­­ning-Gae­­se, Öko­lo­gin Hört, hört! Es gibt zum Glück auch noch ver­nünf­ti­ge […]

Und schon wieder ein »Tatort« versenkt

Wäre das alles nicht so dane­ben, man käme aus dem Lachen nicht mehr her­aus. Ein Kri­mi zum Abha­ken. ntv Schö­ner wur­de es nie gesagt. Ins­ge­samt ein gar köst­li­cher Text, wun­der­bar geschrie­ben: Ein Kom­mis­sar macht Männ­chen Ich bin ja der Mei­nung, dass es einen inne­ren Zusam­men­hang gibt zwi­schen den gan­zen unter­ir­di­schen »Tat­or­ten« der ver­gan­ge­nen Mona­te und […]

Nutzloser Brennpunkt

Wozu ist ein aktu­el­ler »Brenn­punkt« in der ARD gut, der die The­men von ges­tern bear­bei­tet? Genau, das sehe ich auch so!

Mord am »Tatort«

Zwei »Tat­or­te« wei­ter nach die­sem Lin­d­holm-Lin­­den­­berg-Murks neu­lich bin ich sicher: Wie­der wird eine einst gro­ße Mar­ke ohne Not geschrot­tet. Erst Stutt­gart, bei dem die Bild­spra­che neben dem Por­sche noch das Bes­te war. Aber ich hat­te stän­dig das Gefühl: Gleich zieht einer zwei Tüten aus der Tasche, um abwech­selnd rein­zu­at­men. Dann am Sonn­tag wie­der Dort­mund. Die­ses […]

Tatort – kannste knicken

Die Lind­holm, heißt es, woll­te mal »die Kon­trol­le abge­ben«.[1]Spie­gel Nun, das hat sie geschafft. Bzw. ihr alter ego Maria Furtwäng­ler, die ja im »Tat­ort« nicht nur mim­te, son­dern »Alles kommt zurück« auch pro­du­zier­te. Weil: Kon­trol­le. Also, ich hof­fe, der kommt nicht noch mal zurück. Die­ser Stuss war auch mit einer gan­zen Kis­te Eier­li­kör nicht zu […]

Schade um die Sendezeit

Der Flens­­burg-Kri­­mi: Der Tote am Strand ist ein schwa­cher Ein­stieg in die neue Rei­he, bei der man nach dem ers­ten Teil eigent­lich schon genug hat und sich lie­ber anders­wo nach Lei­chen umsieht. Film-Rezen­­sio­­nen So sieht’s mal aus. Flens­bur­ger Pup­pen­kis­te. [1]Einen noch grö­ße­ren Holz­ham­mer haben ’se bei der ARD wohl nicht gefun­den. Ich fürch­te, da geht […]

Ein Fall für die Notbremse

Tja, das war nun schon der zwei­te »Tat­ort« in Fol­ge, den ich vor­zei­tig abge­schal­tet habe – wenn auch aus jeweils etwas ande­ren Grün­den. Vori­ges Wochen­en­de war es die Ber­li­ner Aus­ga­be. Den anzu­se­hen, fühl­te sich in etwa so an wie eine Auto­bahn­toi­let­te an der A2 zu benut­zen. Schmie­rig, wider­lich. Ich hat­te bestän­dig das Gefühl, mir die […]

Energiearmut? Gut so!

Der gut bezahl­te Res­sort­lei­ter Det­lef Flintz (Jah­res­ein­kom­men ca. 120.000 Euro) freut sich über die stei­gen­den Ener­gie­prei­se. Zynis­mus in Rein­kul­tur. Vom WDR, was sonst? Öffen­t­­lich-rech­t­­li­cher Bull­shit.

Geld. Macht. Politik.

TV-Tipp für mor­gen: Kor­rup­ti­on und Lob­by­is­mus in „Geld. Macht. Poli­tik.“ Wel­che Rol­le spielt Geld wirk­lich in der deut­schen Poli­tik? Die Doku­men­ta­ti­on über Kor­rup­ti­on und Lob­by­is­mus geht der Sache auf den Grund. Der Film bringt im Vor­feld der Bun­des­tags­wahl 2021 Licht in eine Grau­zo­ne der Poli­tik: Auf wel­che Wei­se ver­su­chen Unter­neh­men und Ver­bän­de, poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen zu […]

Der Monitor ist kaputt

Habe eben »Moni­tor« im Ers­ten gese­hen. Ein prin­zi­pi­ell inter­es­san­ter Bei­trag über das zwei­fel­los völ­lig unzu­rei­chen­de Lie­fer­ket­ten­ge­setz.[1]Die übli­chen Ver­däch­ti­gen dür­fen mosern, die SPD darf sich merk­wür­di­ger­wei­se distan­zie­ren, obwohl sie ja Regie­rungs­par­tei ist, und den Peter of Color hat allein die Uni­on. Es geht doch nichts … Mehr Was kommt vor, immer­hin? Der Col­­tan-Abbau im Kon­go. Wofür braucht […]

Auf solch einen Text war­te ich nun schon ein Jahr lang. Hat irgend­je­mand etwa was ande­res erwar­tet? Ich nicht. Ein Clown tut, was Clowns nun mal so tun.

Einsame Beerdigung eines Corona-Opfers in Bergamo.
Ein­sa­me Beer­di­gung eines Coro­na-Opfers in Ber­ga­mo.

Schon ges­tern habe ich mich mäch­tig auf­ge­regt über die­se unge­heu­er­li­che Schwei­ne­rei auf der Web­sei­te der Deut­schen Wel­le – gehört zur öffent­lich-recht­li­chen ARD. Damit sich das nicht in mei­nem Coro­na-Mikro­blog ver­sen­det, habe ich mich ent­schie­den, dem The­ma hier noch ein­mal sepa­rat ein paar Zei­len zu wid­men. Ob es was nutzt, weiß ich nicht. Ist aber auch egal. Es gehört gesagt.

Ich habe in Jahr­zehn­ten noch nie ernst­haft erwo­gen, wegen irgend­was den Pres­se­rat anzu­ru­fen – dazu bin ich gene­rell zu ent­spannt -, aber dies­mal wäre es ange­bracht. [1]Wenn ich was zu meckern habe, mache ich das nor­ma­ler­wei­se hier.

Wie kann man, in einer Zeit, in der welt­weit Men­schen zu Tau­sen­den elen­dig kre­pie­ren – älte­re Men­schen zu fast 100 Pro­zent nota bene -, die­sem pre­kär leben­den Ber­li­ner Loo­ser – Joel Dull­roy UG (haf­tungs­be­schränkt) – mit sei­nem »jour­na­lis­ti­schen« Bauch­la­den eine Platt­form bie­ten, um sich aus­zu­kot­zen und die voll­kom­men unschul­di­gen Opfer auch noch zu ver­höh­nen? Ich kom­me da nicht mit.

Die­ser »Kom­men­tar« ist der­ma­ßen abscheu­lich, empa­thie­frei, idio­tisch, men­schen­ver­ach­tend und, ja, volks­ver­het­zend, dass ich nicht glau­ben kann, dass jemand aus der Redak­ti­on der ansons­ten wirk­lich seriö­sen Web­sei­te der Deut­schen Wel­le die­ses Mach­werk eines frei­en Mit­ar­bei­ters abge­seg­net hat. Und da geht es nicht um Geschmack oder poli­ti­sche Ein­stel­lung oder Mei­nung. Mal unter uns Kol­le­gen: Joel Dull­roy kom­men­tiert nicht, der macht unter sich.

Akti­vie­ren Sie Java­Script um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=qlngvZV0iTw

Im nord­ita­lie­ni­schen Ber­ga­mo bringt eine Kolon­ne von Mili­tär­last­wa­gen die Lei­chen von Covid-19-Opfern zur Ver­bren­nung in ande­re Orte, weil das loka­le Kre­ma­to­ri­um mit der Men­ge an Kör­pern über­for­dert ist. So sieht das tat­säch­lich aus, wenn laut Deut­sche Wel­le »vie­le jun­ge Men­schen gera­de ihre Lebens­grund­la­ge auf­ge­ben, damit die Alten wei­ter­le­ben kön­nen«.

Vor­ges­tern star­ben in Ita­li­en 475 Men­schen – an nur einem Tag. Am Frei­tag waren es 600 neue Coro­na-Tote an einem Tag.

Das vor Augen, lese man bit­te und las­se ganz lang­sam ein­si­ckern, was die­ser in Ber­lin leben­de Aus­tra­li­er Joel Dull­roy als frei­er Mit­ar­bei­ter namens und auf Rech­nung der Deut­schen Wel­le abson­dern darf.

Mein Freund Ric­car­do aus dem nord­ita­lie­ni­schen Ber­ga­mo, der die Apo­ka­lyp­se gera­de am eige­nen Leib erlebt, ist empört und hat für die­ses Schur­ken­stück nur ein Wort: »Absurd!«

Und wenn Dull­roy als »Ent­schä­di­gung« in sei­ner »con­clu­sio« für das erlit­te­ne Unrecht eine »Zukunft ohne fos­si­le Brenn­stof­fe« ein­for­dert, so wür­de ich mei­nen: Sein Hei­mat­land Aus­tra­li­en ist der größ­te Koh­le­pro­du­zent und ‑nut­zer welt­weit. Wenn er also ein Betä­ti­gungs­feld als Umwelt­ak­ti­vist sucht, darf er sich mei­net­we­gen ger­ne und mög­lichst zügig nach Down Under ver­fü­gen. Da hat er jah­re­lang zu tun.

Good rid­dance, ass­ho­le!

Man muss sich die­se Unge­heu­er­lich­kei­ten aus der Feder des Deut­sche-Wel­le-Autoren mal auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen.

Denn vie­le der älter gewor­de­nen Baby­boo­mer sowie die ganz Alten ver­dan­ken ihr wei­te­res Leben der Selbst­lo­sig­keit die­ser jun­gen Leu­te.

Der ein­zi­ge leicht zu ver­schmer­zen­de Ver­lust durch das Coro­na­vi­rus ist der Mythos der ver­wöhn­ten und selbst­süch­ti­gen Mil­le­ni­als.

Sagen wir es klar und deut­lich: Vie­le jun­ge Men­schen geben gera­de ihre Lebens­grund­la­ge auf, damit die Alten wei­ter­le­ben kön­nen.

Wir voll­zie­hen als Gesell­schaft eine bewuss­te Über­re­ak­ti­on, um das Leben der Schwächs­ten zu ret­ten.

Wie bit­te????

»Leicht zu ver­schmer­zen­der Ver­lust?« »…, damit die Alten wei­ter­le­ben kön­nen«? »…bewuss­te Über­re­ak­ti­on«, »…Selbst­lo­sig­keit die­ser jun­gen Leu­te…«?

Ich habe sel­ten einen der­ar­tig beklopp­ten Bull­shit gele­sen. Der Deut­schen Wel­le wahr­lich unwür­dig. Fra­ge mich, wer in der Redak­ti­on das abge­seg­net hat. Dafür hat der Hono­rar bekom­men? [2]Neben­bei ver­brei­tet er die­sen geis­ti­gen Dünn­schiss auch noch auf Twit­ter.

Habt ihr das über­setzt und auch auf den ita­lie­ni­schen Dienst gege­ben? Habt ihr euch das getraut, Kol­le­gen?

Dull­roy glaubt beob­ach­tet zu haben: »Die Men­schen sind wie­der mensch­li­cher gewor­den.«

Sich selbst kann er damit nicht gemeint haben.

Sei­ne Vor­freu­de auf das bedin­gungs­lo­se Grund­ein­kom­men hin­ge­gen kann ich aus sei­ner Per­spek­ti­ve ganz und gar nach­voll­zie­hen.

Und wenn ich die­sen »Kom­men­tar« einer US-ame­ri­ka­ni­schen Flö­tis­tin auf der Web­sei­te der Deut­schen Wel­le lese, könn­te ich gleich die nächs­te Phil­ip­pi­ka star­ten. Ich belas­se es mal bei einem Wort: Trump.

Was ist nur bei die­sem Sen­der los?

Anmer­kun­gen

Anmer­kun­gen
1 Wenn ich was zu meckern habe, mache ich das nor­ma­ler­wei­se hier.
2 Neben­bei ver­brei­tet er die­sen geis­ti­gen Dünn­schiss auch noch auf Twit­ter.