Ukrainische Flüchtlinge werden ausgebeutet

So etwas wür­de in Lip­pe nie­mals pas­sie­ren, oder? Etwa beim Logis­tik­zen­trum eines gro­ßen, sehr gro­ßen Online-Waren­­hau­­ses in Horn-Bad Mein­berg. SPD-Lokal­­po­­li­­ti­ker vor Ort hal­ten das jeden­falls nach eige­nem Bekun­den für völ­lig aus­ge­schlos­sen… Ach, und übri­gens: Die Erde ist eine Schei­be. Für Sozis. Aus­beu­tung von Ukrai­­ne-Flüch­t­­lin­­gen in OWL

Wenn Jour­na­lis­ten von Akti­vis­ten nicht mehr zu unter­schei­den sind, stimmt etwas Ent­schei­den­des nicht.

Als drei­fach Geimpf­ter soll ich als »unge­impft« gel­ten? Geht’s noch?

Ich habe ja bis­her alles brav mit­ge­macht und die Impf­po­li­tik ver­tei­digt, aber so lang­sam isses mal gut, oder?

Windradpläne für den Teuto. Frist nochmals verlängert

Im Fall der bean­trag­ten 13 Indus­trie­wind­an­la­gen auf dem Kamm der Gau­se­kö­te gibt es aktu­ell nur wenig Bewe­gung. West­fa­len­Wind (Lack­mann) hat zum wie­der­hol­te Male Frist­ver­län­ge­rung bean­tragt, und die­se wur­de auch gewährt – bis zum 10. Juli, wie Stef­fen Adams, Spre­cher des Krei­ses Lip­pe dem Kie­bitz heu­te sag­te. Gegen die Plä­ne für 13 gigan­ti­sche Indus­trie­wind­an­la­gen – Naben­hö­he […]

Mandate nur am Wohnort. Eigentlich.

In der Kom­mu­nal­po­li­tik gel­ten kla­re Regeln. In der Theo­rie. Ein Weg­zug aus der Gemein­de been­det auto­ma­tisch die Mit­glied­schaft im Gemein­de­rat. Dies trifft auch zu, wenn ein Rats­mit­glied meh­re­re Woh­nun­gen inne hat und die Woh­nung in der Gemein­de, in der er das Rats­man­dat aus­übt, nicht mehr die Haupt­woh­nung im Sin­ne des § 21 BMG bil­det.[1]Bun­des­mel­de­ge­setz Ob […]

Eigent­lich habe ich im Lau­fe der ver­gan­ge­nen zehn Jah­re oder so so ziem­lich alles zu Face­book gesagt, was es zu sagen gibt. Aber der­zeit fällt mir eines beson­ders auf.

Da tum­meln sich mas­sen­haft Leu­te, die offen­bar ernst­haft glau­ben, dass sie unter sich sind. Und ledern – total ent­hemmt – ent­spre­chend ab. Nichts könn­te fal­scher sein – als die Annah­me, dass es nur die eige­ne Peer­group sieht. Gefühl­te Sicher­heit. Ange­nom­me­ne (aber nicht exis­tie­ren­de) Anony­mi­tät.

Ers­tens sieht und spei­chert Face­book ALLES. Kom­men­ta­re, Likes, ver­meint­lich pri­va­te Nach­rich­ten, Nach­rich­ten in Grup­pen, Nach­rich­ten in ver­meint­lich nicht­öf­fent­li­chen Grup­pen. Eben ALLES. Und die löschen NICHTS. NIEMALS.

Zwei­tens: Im Zwei­fel respek­ti­ve Streit­fall kann ALLES ver­wer­tet wer­den. Und wird es auch. Die Täter, Maul­hel­den, Het­zer, Büch­sen­span­ner, Like-Idio­ten und sons­ti­gen Face­book-Trot­tel sind im Hand­um­dre­hen ermit­tel­bar und wer­den bei Bedarf im Nu ans Mes­ser gelie­fert.

Etwa, wenn sie pau­sen­los gegen miss­lie­bi­ge Rats­frau­en und ande­re pöbeln.

Wer ihnen ant­wor­tet, nährt sie.

Schon mal was vom Face­book-Gesetz gehört? Sicher nicht. Dafür müss­te man ja lesen kön­nen. Und in der Lage sein, das Gele­se­ne auch zu ver­ste­hen.

Drit­tens: Sich gegen­über einem US-Kon­zern und einer hem­mungs­lo­sen Daten­kra­ke der­ma­ßen vir­tu­ell nackig zu machen, ist eh schon ganz grund­sätz­lich an Dümm­lich­keit nicht zu über­bie­ten.

Abge­se­hen davon: Ich glau­be kaum, dass der (Ex-)Polizist, der Ortho­pä­die-Schuh­ma­cher­meis­ter, der Phy­sio­the­ra­peut, der Hand­wer­ker, der Stu­dent, der Haupt­schü­ler, der Azu­bi, die Haus­frau, die (Ex-)Schulleiterin, der CDU-/FDP-/SPD-Kom­mu­nal­po­li­ti­ker aus HBM/Augustdorf sich im per­sön­li­chen Umfeld genau so scham­los und unver­schämt gebär­den wür­den, wie sie es in ihren (Zitat) »Ergüs­sen« auf Face­book hem­mungs­los tun.[1]Fotos/Screenshots von den Accounts gefäl­lig? Hof­fe ich wenigs­tens. Im geschäft­li­chen erst recht nicht. Es sei denn, sie möch­ten mal eine Insol­venz haut­nah erle­ben.

Unglaub­lich, wie unbe­schreib­lich däm­lich man­che Leu­te sind. Zu glau­ben, dass sie sich hin­ter irgend­wel­chen hirn­ris­si­gen Fan­ta­sie­na­men und alber­nen Zweit­pro­fi­len ver­ste­cken und aus der Schuss­li­nie brin­gen kön­nen, ist noch beklopp­ter. Wie bescheu­ert kann man eigent­lich sein, ehe es straf­bar wird und weh­tut?

Ande­rer­seits: Die meis­ten von denen sind nicht in der Lage, zwei Sät­ze gera­de­aus zu schrei­ben. Geschwei­ge denn feh­ler­frei. Passt also.

Wir wol­len ja nicht hof­fen, dass jemand jedes Wort in bestimm­ten Debat­ten extern mit­ge­schnit­ten hat, das da je gesagt wur­de – und bei Bedarf aus dem Hut zau­bert. Da kön­nen die Admins in sol­chen Face­book-Grup­pen mani­pu­la­tiv-selek­tiv »löschen« (s.o.) soviel sie wol­len. Das Netz ver­gisst bekannt­lich nie.

Als jemand, der über eini­ge IT-Erfah­rung aus +35 Jah­ren ver­fügt, weiß ich: Man kriegt sie. Immer. Man sieht alles, was man sehen will, auch ohne offi­zi­el­len Face­book-Account. Das ist nur eine Fra­ge der Mit­tel. Und ich bin ein sehr gedul­di­ger Jäger und Samm­ler.

Rent­ner haben ja Zeit. Wenn sie nicht gera­de mit den Enkel­kin­dern spie­len. Was deut­lich mehr Spaß macht. Oder beob­ach­ten, wie die gan­ze Welt in Scher­ben fällt. Was furcht­bar ist.

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1 Fotos/Screenshots von den Accounts gefäl­lig?