Schwaben meets Lippe

Schwa­ben und Lip­per ver­ste­hen sich.

Heu­te war wie­der Kino­tag. Also – Ofen­ki­no­tag. Wie immer, wenn ich Bro­te frei­ge­scho­ben backe. 

Da muss ich ein­fach nach dem Ein­schie­ßen der Lai­be und dem Schwa­den eine gan­ze Wei­le still vor dem Back­ofen ver­har­ren und zuse­hen, wie die Teig­lin­ge erst etwas in die Brei­te gehen und sich dann, wenn sie die Hit­ze aus dem lan­ge vor­ge­heiz­ten Back­stein in sich auf­neh­men, lang­sam erhe­ben und bis zur maxi­ma­len Höhe anwachsen. 

Auch heu­te, beim Schwä­bi­schen Kar­tof­fel­brot, war das nicht anders. Am Ende hat­te ich zwei präch­ti­ge Bro­te nach dem Rezept von Lutz erba­cken, aller­dings in der Vari­an­te einer Plötz­blog-Lese­rin, die ohne Hefe aus­kommt. Das hat mir prak­ti­scher­wei­se die Umrech­ne­rei auf zwei grö­ße­re Bro­te, wie ich sie plan­te, erspart. Hin­ge­gen habe ich mit 28 Gramm Salz im Gesamt­teig gear­bei­tet und nur 120 Gramm vom leicht gesal­ze­nen Kar­tof­fel­koch­was­ser im Schütt­was­ser von ins­ge­samt 250 Gramm verwendet.

Die Kru­me ist weich und saftig.

Bro­te mit Kar­tof­fel­an­teil mag ich sowie­so. Sie sind erfah­rungs­ge­mäß sehr lecker und auch halt­bar. Die­ses hat zudem noch einen Alt­brot­an­teil (Brö­sel aus eige­ner Her­stel­lung), der als Brüh­stück zuge­setzt wird. Auch das mag ich sehr. Dann noch die drei Mehl­sor­ten, der lan­ge geführ­te, mil­de Sauer­teig – das alles ver­bin­det sich zu einem sehr schmack­haf­ten, mild-aro­ma­ti­schen Brot. Bei mir waren es sogar vier Meh­le, da ich nur noch knapp 600 Gramm Wei­zen­mehl 1050 hat­te und noch auf 170 Gramm Din­kel der­sel­ben Type zurück­grei­fen und etwas beim Was­ser nach­steu­ern muss­te. War aber ganz sicher kein Schaden. 

Schon nach der ers­ten Schei­be mit etwas But­ter war klar: Kommt auf die Lis­te, ziem­lich weit oben.

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